Rappertshofen

Am 7. Mai konnte die Präsidentin, Frau Nicola Wernicke einen Scheck über 2.000 Euro an Herrn Peichel für das Projekt Außenwohngruppe überreichen.

 

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Astrid Jung-Stolz, Heimleiterin in Rappertshofen und Soroptimistin, erläutert den Gästen die Bedeutung dieser Außenwohngruppe. Im Hintergrund Herr Peichel.

Rappertshofen ist ein Heim für körper- und mehrfachbehinderte erwachsene Menschen in der Trägerschaft des Landeswohlfahrtsverbandes Württembberg-Hohenzollern.

Es ist eine Einrichtung der Behindertenhilfe mit voll-, teilstationären und ambulanten Wohnformen.

In Rappertshofen bieten wir in selbstverständlicher Weise Menschen mit Körper- und Mehrfachbehinderungen alle individeull notwendigen Hilfen für ein selbstbestimmtes Leben in Würde, Sicherheit und Privatheit. Wir eröffnen von Behinderung betroffenen Menschen eine Lebensperspektive. Das Hilfsangebot "Heim" muss nach unserem Verständnis nicht auf Dauer angelegt sein. Wir bieten deshalb Unterstützung bei der individuellen Lebensplanung auch über das Heim hinaus an.

Die Wohn-Trainings-Gruppe ist ein speziell gemeinwesenintegriertes Wohnangebot von Rappertshofen mit derzeit 8 Plätzen, konzipiert als intensive Vorbereitung für eine möglichst selbständige Form des Wohnens und Lebens, beispielsweise in einer Aussenwohngruppe oder im Betreuten Wohnen.

Es handelt sich um eine auf 2 Jahre befristete Trainingsmaßnahme. Durch sie wird dem Einzelen die Möglichkeit geboten, eigene Ressourcen, Spielräume, aber auch Begrenzungen zu erproben, zu überprüfen und aus diesen Erfahrungen heraus Entscheidungen zu treffen. Unsicherheiten, Ängste, Selbstwertprobleme sowie nicht bzw. unzureichend vorhandene Praktiken der Alltagsbewältigung können hier gemeinsam mit fachkompetenten Mitarbeitern be- und aufgearbeitet werden.

Die Wohngruppe befindet sich vom Heim Rappertshofen örtlich gelöst im Zentrum von Reutlingen. Diese strukturell veränderten Rahmenbedingungen - eigenständige Haushaltsführung, Trennung von Wohnung und Arbetisstelle, ständige Begegnung mit der "normalen" Bevölkerung - bietet eien gute Voraussetzung zum Verbessern der lebenspraktischen Befähigung. Beispiele hierfür können sein: Selbständige Haushaltführung, Umgang mit Ämtern und Behörden, Verkehr und rollstuhlgerechte Fahr- und Transportmöglichkeiten oder auch Feste, Freizeitgestaltung und Finanzen.

Ziel dieser Maßnahme ist die Unterstützung und Vermittlung einer selbständigen und selbstbestimmten Lebensführung im Sinne einer Stabilisierung der Sozialkompetenz, einer realistischen Selbsteinschätzung sowie dem Entwickeln einer Kompetenz, wie man seine Fähigkeiten einsetzen kann und wie man mit seinen Einschränkungen bestmöglichst umgeht.

Wir können nicht die Körperbehinderung "wegtrainieren", aber wir können das Wachsen einer eigenverantwortlichen, selbstbewußten und psychisch stabilen Haltung fördern.

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